Lähmungen im Kopf #depression

Ohne jetzt in meine Tagebücher zu schauen würde ich behaupten das es weniger wurde, jedoch noch immer vorhanden: Lähmungen.

Jetzt mal bloß keine Panik, denn diese Lähmungen sind nicht wirklich schlimm aber dennoch habe ich es ab und an. Heute ist wieder einer (eines?!) dieser Tage, wo es mir wirklich mies geht. Depressionen halt, man kennts. Ohne das ich es WILL denn wer hat da schon Lust drauf, wird mir wieder einmal bewusst was ich alles nicht kann und was ich alles nicht bin und eben das ich eben bin wie und wer ich halt eben bin.

Meist versuche ich dagegen anzukämpfen und mache eben irgendetwas um mich abzulenken aber wie in meinem Beitrag vom 23.12.2018 „7 Möglichkeiten um mit den ‚Dark Days‘ umzugehen“ beschrieben, gibt es eben auch Tage wo ich nicht im stande bin mich groß gegen dieses etwas zu wehren.

Nun möchte ich ein wenig über diese „Lähmung“ schreiben und muss gleich erwähnen das dieses Wort völlig überspitzt gewählt ist, es aber irgendwie auch wieder ganz gut beschreibt. Ich bin gegen 02:00 Uhr eingeschlafen, davor lag ich im Grunde mit weit geöffneten Augen im Bett und dachte über mich nach warum ich einfach nicht den Job finde, warum ich alleine bin, warum ich mein Leben nicht geregelt bekomme, warum ich bin wie ich bin und mich dafür wirklich hasse. Gegen 06:00 Uhr ging es weiter, ich war wach. Doch konnte einfach nicht aus dem Bett weil ich wie ‚paralysiert‘ da lag und die Wand anstarrte, tief in meinen Gedanken. Also rief ich in der Werkstatt an und meldete mich mich abwesend. Wäre mein Kühlschrank nicht leer, würde ich sicher noch immer im Bett liegen und in meinem Kopf gefangen. 

Kennst du dieses Feeling, bzw diesen Zustand? 😦

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Bildquelle: https://pixabay.com/de/einsam-mann-schreien-allein-1510265/

 

3 Kommentare zu „Lähmungen im Kopf #depression

  1. Henne,

    nein, diesen Zustand kenne ich glücklicherweise nicht. Jedenfalls nicht so krass und nicht in dem Zusammenhang. Wie gelähmt war ich mehrere Jahre nach dem Tod meiner Großeltern. Drei Jahre, die an mir vorbeigegangen sind, ohne dass ich irgendwelche Erinnerungen an sie habe. Aber von Gedanken gelähmt war ich bisher nicht.
    Es ist schlimm, so empfinden und denken zu müssen und immer wieder in dieses Loch zu fallen. Aber was soll man schon dagegen tun? Ich glaube nicht, dass es da ein gutes Rezept gibt…
    Ich könnte dir einen Vortrag halten, dass du keinen Grund hast, so zu denken, weiß aber, dass das die wohl sinnloseste Aussage der Welt ist. ‚Hör auf, so zu denken!‘ – als würde man das freiwillig machen. Und dennoch, eines muss gesagt werden: du bist ein wundervoller Mensch, so wie du bist. Du wärst nur halb so wundervoll, wärest du anders. Sei stolz auf dich und wenn du in einem Loch gefangen bist, dann geh zu deinen Freunden und lass dir sagen, wie wichtig du für sie bist. Es tut immer gut, solche Worte von seinen Liebsten zu hören. Und miss dich nicht an den Maßstäben dieser Gesellschaft. Heutzutage scheint man nur etwas wert zu sein, wenn man Karriere macht, ne Familie gründet, Kohle und ein Haus hat, wenn man beliebt ist und ein fettes Auto fährt. Scheiß doch drauf. Die Welt wäre ein einsamer Ort ohne Menschen wie dich. Also Kopf hoch! Morgen ist ein neuer Tag 🙂

    Noc

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    1. Moin Noc, tut mir leid 😦 Ich weiß auch nicht welche Rezepte es geben soll, immerhin habe ich schon einiges ausprobiert was mir jeder 0815 Psychologe riet oder raten würde. Manchmal denke ich MUSS es eben auch die wirklich miesen und „Boden unter den Beinen wegreißenden Tage“ geben um eben die guten besser schätzen zu wissen?!… Keine Ahnung 😦 | Gestern dachte ich allerdings das es mehr als genug Gründe gibt so zu denken denn schließlich gibt es einiges was mich belastet, wogegen ich auch ankämpfe und dennoch absolut machtlos bin. Vielen Dank für die lieben Worte, ich versuche diese anzunehmen. Vielen lieben Dank.

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      1. Nicht jeder Tag ist perfekt. Man sollte auch nicht an sich selbst den Anspruch haben, perfekt zu sein. Wenn man so denkt, wird man niemals glücklich und zufrieden. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn man nen schlechten Tag hat und an sich selbst zweifelt. Das liegt auch irgendwo in der Natur des Menschen, schätze ich. Aber man darf sich niemals selbst verlieren. Solange du das nicht tust, ist alles gut. 🙂

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